Landesgartenschau 2006 in Winsen
Am Sonntag, 15. Oktober, hat die Landesgartenschau Winsen (Luhe) 2006 nach 178 Tagen endgültig ihre Tore geschlossen. Auf dem Gelände der Landesgartenschau Winsen (Luhe) 2006 wurde eines deutlich: Natur und Mensch gehören zusammen. Diese fruchtbare Einheit wird in vielen Varianten dargestellt - zur Freude Winsens und jedes Besuchers.
Zahlen & Fakten
- Termin: 21. April bis 15. Oktober 2006
- Dauer: 178 Tage
- Ausstellungsfläche: 22 Hektar
- Gästestruktur: 60 % über 50-Jährige, 40 % Familien und Paare ab ca. 30 Jahre
- Einzugsbereich: Radius von 150 Kilometern um Winsen (Luhe)
- Kartenerlös: 7 Euro pro Besucher
- Investitionsetat: 7,0 Mio. Euro; je zur Hälfte von Land Niedersachsen und Stadt Winsen (Luhe)
- Durchführungsetat: 5,4 Mio. Euro; Refinanzierung über Einnahmen
- Veranstaltungen: etwa 600
- Festwiese: 130 Meter lang, 65 bis 85 Meter breit
- Veranstaltungsbühne: 150 Quadratmeter Auftrittsfläche, 450 überdachte Sitzplätze
Konzept
Winsen als niedersächsisches Mittelzentrum zwischen den Städten Hamburg und Lüneburg eignete sich hervorragend durch die vorhandene städtische und ländliche Struktur zur Ausrichtung der Landesgartenschau.
Hier handelte es sich nicht um eine Planung auf der grünen Wiese. Das Gelände wurde in den Stadtkörper integriert, die vorhandenen Strukturen hervorragend genutzt und nachhaltig weiterentwickelt. Auf diese Weise wurde neben der Entwicklung von Wohn- und Gewerbeflächen langfristig die Einrichtung von innenstadtnahen Frei- und Erholungsflächen geschaffen. Die städtebaulichen Vorteile liegen auf der Hand.
Ziele der Landesgartenschau waren die Sensibilisierung und Aktivierung für Belange und Aufgaben von Naturschutz, Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Land- und Forstwirtschaft!
Langfristige Ziele der LGS waren:
- die natürlichen Landschaftsräume, die an das Stadtgebiet angrenzen, mit der Innenstadt zu verbinden
- durch die Aufwertung der Flutmulde und Landkäufe zwischen B 4 und Bahntrasse einen innerstädtischen Grünraum entstehen zu lassen, der dem Freizeit- und Erholungssuchenden zur Verfügung steht
- die techn. Möglichkeiten zu nutzen, die Lärmquellen, die die innenstädtischen Grünräume belasten, so weit als möglich zu reduzieren
- das neue Baugebiet auf dem ehemaligen Gelände des Bundesgrenzschutzes: Arbeiten - Wohnen - Einkaufen mit einer Rad- bzw. Fußwegeverbindung an die Innenstadt anzubinden
- seinen Bekanntheitsgrad sowie sein positives Image weiter zu verbessern und so seine Stellung in der Metropolregion dauerhaft zu festigen
- von den Möglichkeiten, die sich für ein zu erstellendes Marketing- Konzept ergeben, über Jahre zu profitieren
- die Synergieeffekte für die heimische Wirtschaft, sowie den Tourismus auf weit über den Ausstellungszeitraum hinaus zu nutzen
- die Region durch die verbesserte Infrastruktur und die entstandenen Grünanlagen für den touristischen Erholungswert deutlich zu fördern
- als attraktiven Wirtschaftsstandort im Grünen profilieren zu können